Aus den jüngsten Ergebnissen der Hotelstudie der Hogg Robinson Group (HRG) geht hervor, dass sich der internationale Hotelmarkt auch unter schwierigen Wirtschaftsbedingungen als belastbar erweist und in den meisten Regionen noch Steigerungen verzeichnet werden. Vor allem Wachstumsmärkte sind und bleiben teuer. Moskau ist weiterhin die teuerste Destination für Geschäftsreisende, gefolgt von der indischen Finanzmetropole Mumbai.
Weitere Trendentwicklungen des internationalen Geschäftsreisedienstleisters HRG:
- Abu Dhabi steigt zum ersten Mal in die Top Ten auf. Mit einer durchschnittlichen Steigerung von 23 Prozent tritt Abu Dhabi damit in Konkurrenz zu Dubai und reflektiert den Wirtschaftsboom in der Golfregion.
- In Nordamerika stagnieren die Hotelpreise mit gleichbleibenden Raten in New York und leicht gesunkenen in Houston (drei Prozent) und San Francisco (zwei Prozent).
- Auch die Nachfrage in den beiden Schweizer-Business-Destinationen Zürich und Genf hat deutlich zugenommen. «Dementsprechend sind auch die Hotelpreise in diesen beiden Städten angestiegen», so Beat Bürer, Managing Director Europe Central von HRG. «Dies kann in erster Linie auf den stärkeren Euro zurückgeführt werden. Die Schweiz als Nicht-Euro-Land wurde im ersten Halbjahr 2008 für Meetings und Konferenzen präferiert. Ferner gewinnt Genf vor allem im Bankensektor an Bedeutung.»
Margaret Bowler, Director Global Hotel Relations bei HRG, sagt zur allgemeinen Preisentwicklung: «Die Hotelindustrie verzeichnet steigende Zimmerraten. Allerdings hat sich die Entwicklung zum Vergleichszeitraum im Vorjahr etwas verlangsamt. Sobald sich der Markt ein wenig entspannt, erwarten wir eine Anpassung der Preiserhöhungen, um das bisherige Niveau der Belegungsraten zu halten.»
Bei anhaltend grosser Nachfrage in einigen Städten entwickelt sich die Zimmerverfügbarkeit zu einer zunehmenden Herausforderung. Laut HRG-Auswertung erfolgen 36 Prozent der abgewiesenen Buchungen, weil entweder keine ausgehandelten Vertragsraten vorhanden sind oder das Hotel diese zu bestimmten Zeiten zugunsten von lukrativen Alternativen ausschliesst. Dies zeigt im Umkehrschluss die Bedeutung für Unternehmen, sich über ein globales und effektives Hotelraten-Programm abzusichern und unterstreicht gleichzeitig die wichtige Rolle von HRG, für seine Kunden erfolgreich die besten Hotelraten auszuhandeln.
Die Ergebnisse zeigen, dass Geschäftsreisende klüger reisen, da sie auf eine strenge Kostenkontrolle sowie einen maximalen ’Return on Investment’ verstärkt Wert legen. Ein Rückgang in der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von Geschäftsreisen bestätigt dieses Argument. Um Kosten einzusparen, werden häufig weniger Aufenthaltstage gebucht oder es wird nach Alternativen gesucht, wie beispielsweise Ein-Tages-Meetings und Videokonferenzen oder es finden weniger Geschäftsmeetings statt. Dazu berät HRG seine Kunden in Fragen der effektiven Kostenreduzierung und zeigt alternative Lösungsvorschläge zur Kostenminimierung im Reisebudget auf.
Als weitere Folge dieses Trends kann man eine steigende Anzahl von Unternehmen beobachten, die zur Minderung ihrer Betriebskosten zunehmend Geschäftsbereiche in Entwicklungsländer verlagern. Diese Länder expandieren, um der steigenden Nachfrage entgegenzukommen. Dies gilt besonders für die indische Finanzmetropole Mumbai, wo der Bank-, IT- und Finanzsektor boomt und sich die Preise in Städten wie Hyderabad der rasanten Entwicklung anpassen. Die Nachfrage nach Hotelzimmern in diesen Städten übertrifft das Angebot und der Grossteil der Investitionen wird fast ausschliesslich in der gehobenen Hotellerie getätigt, womit die rasante Steigerung der Zimmerraten unterstützt wird.
Die HRG-Studie basiert auf Marktdaten, aktuellen Übernachtungsbuchungen und Raten, die von Kunden in Grossbritannien von Anfang Januar bis Ende Juni 2008 im Vergleich zum Vorjahr gezahlt wurden.
Top 10 der weltweit teuersten Städte
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2008 Ranking |
Stadt |
2008 Durchschnittl. Zimmerpreis in € |
2007 Durchschnittl. Zimmerpreis in € |
2007 Ranking |
|
1 |
Moskau |
€ 379,52 |
€ 303,12 |
1 |
|
2 |
Mumbai |
€ 258,36 |
€ 187,83 |
10 |
|
3 |
Paris |
€ 247,31 |
€ 210,88 |
4 |
|
4 |
Mailand |
€ 247,21 |
€ 202,88 |
6 |
|
5 |
Genf |
€ 232,68 |
€ 176,47 |
13 |
|
6 |
Dubai |
€ 232,52 |
€ 208,35 |
3 |
|
7 |
Abu Dhabi |
€ 231,50 |
€ 188,56 |
- |
|
8 |
New York City |
€ 230,05 |
€ 228,93 |
2 |
|
9 |
Zürich |
€ 229,78 |
€ 186,13 |
11 |
|
10 |
Stockholm |
€ 228,31 |
€ 198,73 |
7 |
Wichtige europäische Städte zeigen während der letzten sechs Monate nach wie vor ein andauerndes Wachstum. Moskau verteidigt seinen Rang als teuerste Destination.
Ähnlich signifikante Ergebnisse weisen auch die Golfstaaten auf. Erstmals ist Abu Dhabi auf Platz sieben unter den Top Ten zu finden. Vor allem das eingeschränkte Hotelangebot im gehobenen Segment in Kombination mit einer hohen Nachfrage hat in der Region zu einem rasanten Preisanstieg geführt. Dubai steigt aufgrund eines überhöhten Angebots im Vergleich zur Nachfrage vom dritten auf den sechsten Platz ab.
-Ende-
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Anmerkungen für Redakteure:
Hogg Robinson Group (HRG) ist ein mehrfach ausgezeichneter, internationaler Geschäftsreisedienstleister. Das Unternehmen wurde 1845 von einem Weinhändler und einem Versicherungsmakler gegründet und weist über 60 Jahre Erfahrung im Geschäftsreise-Management auf. HRG besitzt eigene Unternehmen oder hält Mehrheitsbeteiligungen an Geschäftsreiseagenturen in 25 wichtigen Schlüssel- und Wachstumsmärkten im asiatisch-pazifischen Raum, in Europa und in Nordamerika. Mit seinem weltweiten Partnernetzwerk ist HRG in über 100 Ländern präsent.
Ganz auf Wertschöpfung für Kunden ausgerichtet, bietet HRG ein breites Spektrum an Geschäftsreisedienstleistungen. Zum Umfang des Service-Portfolios gehören Corporate Travel Management, Consulting, Events & Meetings Management und Sports sowie Expense Management durch die Beteiligung an Spendvision.